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25.11.2012 20:11 (Kommentare: 0)

Arcade Cabinet im Eigenbau

Gebasteltes

Irgendwann Anfang des Jahres twitterte @Notch dass er noch einen Flipperautomaten für sein neues Büro suche. Diese Nachricht ließ mich lange Zeit nicht los und ich musste an einen Verwandten aus meiner Familie denken, welcher einen Geldspielautomaten zuhause hatte. Da ich aber ein großer Freund von Emulatoren bin, überlegte ich mir etwas anderes... und so bin ich auf die Idee gekommen, dass ich einen Arcade Automaten haben möchte welcher viele verschiedene Konsolen abspielen kann. 

Von der Idee zur Realität

Als erstes suchte ich nach Bauanleitungen für Arcade Cabinets im Internet. Ich wurde auch relativ schnell fündig, war aber etwas enttäuscht, dass das reine Erstellen schon eine abgeschlossene Schreinerausbildung voraussetzte. Also war nach kurzer Suche für mich klar, dass ich mir irgendwie ein gebrauchtes Arcade Cabinet besorgen musste. Also machte ich einen Abstecher zu eBay. Nach einiger Suche fand ich für knappe 130€ (230€ inkl. Versandt) einen noch relativ gut erhaltenen Arcade Automaten. Da ich vorher beim Stöbern im Netz schon eine relativ gute Anleitung zum Aufbau eines eigenen Arcade Automaten fand, war die Freude über den eBay Fund noch Größer da es fast der gleiche Automat war.

 

Mit Säge, Schraubenzieher und Pinsel geht's los

Nachdem der ersteigerte Automat bei mir eintraf, war es nach kurzer Begutachtung der Originalteile an der Zeit das Teil ein wenig zu zerlegen. So baute ich erst einmal das ganze Innenleben aus. Mein Plan war es, das Panel für die Joysticks und Buttons etwas zu vergrößern, weil ja zwei Spieler am Gerät Platz haben sollten. Dank der tatkräftigen Unterstützung einiger Freunde, welche mir beim Sägen und Transportieren halfen, war das "Grundrestaurieren" des Automatenschrankes aber kein Problem.

Nachdem der Schrank also nun ein erweitertes Panel und Löcher für Buttons, sowie für die Stromzufuhr hatte, konnte es endlich an das Bemalen gehen. Glücklicherweise hatten zwei Freunde von mir in der Nähe eine Werkstatt gemietet, in der ich meiner Kreativität beim Bepinseln des Automaten freien Lauf lassen konnte. Nach einigen Wochenenden und noch häufigerem Drüberrollen weil die Farbe nicht deckte, erstrahlte der Automatenschrank in neuem Glanz.

 

Ein neues Innenleben und die Details

Da der Automat nun seine endgültige Farbe hatte, konnte ich damit beginnen mir über das Innenleben und die Details wie das Marquee, sowie das Arcade Panel Gedanken zu machen. Für das Panel hatte ich einen Bekannten, der mir für 150€ ein komplettes Panel aus Metall mit Scharnier und den Löchern für die Buttons anfertigte. Die Buttons, Joysticks sowie den Mini-PAC Opti (ein Tastaturinterface) gab es im ArcadeShop für 140€ zu kaufen.

Das Marquee wurde mir netterweise für umme von meinem Bruder erstellt. Das Herzstück des Arcade Automaten ist ein PC mit einem i5 CPU, 4GB Ram und meiner alten Nvidia GeForce 470. Als Software zum Anstarten der Spiele verwende ich Maximus Arcade unter Windows 7. Maximus Arcade kann ich jedem Arcade Fan empfehlen, da es wirklich alles hat was man sich von einer Arcade GUI erhofft und da das Ganze nur ca 20€ kostet, lohnt sich der Kauf allemal.

 

Fazit & Dankeschön

Für mich war es ein sehr schönes Projekt. Ich mochte die Herausforderung, das Äußere und Innere des Automaten zu gestalten. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich handwerklich doch so gut bin ein solches Projekt umzusetzen. Danke noch einmal an meine vielen Freunde, Kumpels und Bekannten welche mir bei so einigen Schwierigkeiten geholfen haben. Danke auch an meinen Bruder für das wirklich coole Marquee. Für alle die es nicht erwarten können, gibt es noch ein kleines Video wie mein Arcade Automat entstanden ist ...

 

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